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Wühlmäuse gesucht? Ja, bitte. |
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Dazu gleich noch ein bisschen mehr :-)
Erstmal möchte ich euch auf einen besonderen Tag hinweisen: am 2. Februar ist "Tag des Igels"
Mitten im Winter? ...könnte man jetzt fragen. Da schlafen Igel doch ihren Winterschlaf. Hoffentlich.
Aber: Igel sind bedroht, das wissen wir alle. Und auch jetzt im Winter könnt ihr schon viel tun, damit unsere Igel gut starten und gut durchs Jahr kommen, wenn sie im Frühling aufstehen.
Alles, was dafür wichtig ist, erfahrt ihr in der Igel-Ausgabe von "Sigrids Artensprechstunde auf Birgits Bio-Balkon": "Igeln helfen, aber richtig".
Jetzt im Winter ist genau der richtige Zeitpunkt, die Artensprechstunde anzuschauen. Wie immer gibts zum Onlinevortrag ein E-Book und Frage-Chat.

Und: weil "Tag des Igels" ist schenken wir euch und den Igeln 2 Euro Rabatt"! Statt 9 Euro kostet diese Ausgabe nur 7 Euro. Ab heute die ganze Woche (bis zum 9. Februar). Der Code lautet IGEL. |
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Bevor ich zu den Wühlmäusen komme und zum Garten-"Glow-Up" des Monats möchte ich euch noch auf ein neues Produkt in meinem kleinen Onlineshop hinweisen:
Vielleicht kennt ihr mein Buch "Selbst ist die Pflanze"? Wenn nicht, dann lohnt es sich, es kennenzulernen.
Vor allem, wenn ihr euch insgeheim einen Garten wünscht, in dem alles grünt und blüht ohne viel Arbeit? In dem die Blumen alles selber machen. Egal was der Klimawandel für Pläne hat: Dürre, Starkregen, Spätfröste. Denn genau darum geht es in dem Buch.

Eigentlich habe ich in diesem Buch einfach nur meiner leicht nerdigen Begeisterung nachgegeben, alles zu erzählen über die mannigfaltige Art von Pflanzen sich zu verbreiten. Die Kooperationsmodelle der Natur sind nämlich weit vielfältiger als dass Bienchen Blümchen bestäuben. Auch für die Verbreitung der Samen sind Tiere wichtig, Ameisen zum Beispiel sind die allerbesten Blumengärtner. Aber auch Vögel, Wiesel, Wind, Wetter, Wasser helfen fleißig mit.
Wer sich auch dafür begeistert: Buch besorgen und lesen. Meine Bücher gibt es überall wo es Bücher gibt oder direkt bei mir im Shop, dann mit Widmung auf Wunsch.
Für alle praktisch veranlagten Gleich-Loslege-Wollenden gibt es außerdem im Shop ein laaaanges PDF mit einer Tabelle voller vieler bekannter, typischer, beliebter, geeigneter selbständiger Pflanzen, wie sie sich fördern und lenken lassen und welche Tiere davon besonders profitieren.

Jedenfalls:
Gärtnern mit selbständigen Pflanzen ist ein super Konzept, um den Garten klimafest zu machen. Egal wie die Bedingungen sind, einige Arten werden damit jeweils besonders gut klar kommen. Sie können die Lücken schließen, die andere Arten hinterlassen haben, beim Schlappmachen.
WAS wächst ist nicht hundertprozentig zu planen. Dass ETWAS wächst, grünt und blüht steht felsenfest. |
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Und jetzt komme ich zu den Wühlmäusen.
Bevor ihr denkt, ich bin verrückt, dass ich mir Wühlmäuse wünsche: Ich suche Fotos von Wühlmäusen. Und von Mäusebussarden und Mauswieseln auch.
Habt ihr welche? Dann her damit.
Warum suche ich solche Bilder?
Auf vielfachen Wunsch vieler von euch möchte ich mich in der nächsten Zeit dem Thema „Wühlmäuse“ widmen – und wie wir sie artenschutzgerecht und naturnah in Schach halten können.
Für viele Menschen mit Garten sind Wühlmäuse eine Art, bei der die Verzweiflung groß werden kann und „der Spaß“ aufhört. Stark bleiben und kein Gift nutzen ist dann nicht so einfach. Trotzdem ist es super wichtig. Gift gegen Wühlmäuse betrifft immer direkt auch Gartenschläfer, Igel, Eichhörnchen und indirekt, weil sie vergiftete Mäuse fangen, auch Bussarde oder Mauswiesel. Und es gibt ja Möglichkeiten, ohne Gift. Dazu will ich in loser Folge auf Instagram posten und auch im Blog einen Beitrag schreiben – das geht mit tollen Bildern viel, viel besser.
Also, wenn ihr Bilder habt und mir sie zur Verfügung stellen wollt: schreibt mir eine Mail an redaktion@krautundbuecher.de und schickt mir das Bild/die Bilder als Datei. Bitte auch dazu schreiben, ob und wie ihr als Foto-Spender genannt werden wollt. Falls ihr selber keine Fotos habt, aber jemanden kennt, der tolle Tierfotos macht und hat, dann leitet diesen Aufruf gerne weiter.
Vielen Dank – für einen giftfreien Garten. |
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Noch ein Aufruf: "Buchen? Ja bitte!"
"Können wir dich buchen, kommst du auch zu uns?"
Das ist eine häufige Frage, und die klare Antwort ist: Ja.
Mich könnt ihr buchen, ich bitte sogar darum. Vorträge, Workshops, Lesungen, Interviews, Projekttage, Podiumsdiskussionen – ich bin für alles zu haben, was meiner Mission Artenvielfalt dient.
Ich komme auch zu euch, online oder live, ob Bibliothek oder Buchladen, Friedhofskapelle oder Firmen-Event, Tagung oder Volkshochschule, Privatgarten oder Gartenfestival.
Ich bin wahnsinnig gerne unterwegs und freue mich über jede Möglichkeit neue Orte und neue Menschen kennenzulernen.
Ihr habt eine Idee, einen tollen Friedhof in der Nähe, eine schöne Location? Dann her damit! Schreibt mir eine Mail an redaktion@krautundbuecher.de Wir schauen dann was sich organisieren lässt.
Ein Hinweis: Artenvielfalt ist meine Leidenschaft. Und mein Lebensunterhalt. Ich mache das hauptberuflich, rund um die Uhr – und selbständig. Für mich ist das ein großes Geschenk. Aber: Solange es noch kein bedingungsloses Grundeinkommen gibt muss ich euch LEIDER Geld abknöpfen für meine Arbeit.
Aber auch für das Finanzielle findet sich meistens eine Lösung. |
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Soooo .... und jetzt kommen wir - endlich - zum Garten-Glow-Up des Monats. |
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Danke schön, dass ihr bis hierher ausgehalten habt. Aber: Erst die Arbeit und die Formalitäten, dann das Vergnügen.
In der Januar-Ausgabe der KrautundBücher-News ging es um "Tote Ecken und andere Problemstellen im Garten" - und wie sie sich zum Leben erwecken lassen. Und: um andere Winter-To-Dos (und Not-To-Dos) im Artenreich".
In diesem Monat gibts ein "Glow Up" für Hecken und Zäune. |
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So manche häufige Heckenpflanze wie zum Beispiel Lebensbaum (Thuja) oder Kirschlorbeer kommen mit dem Klimawandel nicht so gut klar. Die Hecke verkahlt, wird braun, rot, trocken und tot. Und lebendiger, artenreicher als mit diesen als "grünem Beton" verschrienen Pflanzen geht es eh.
Also raus damit. Aber was dann? Folie in den Zaun flechten? Auch das sieht man ja immer häufiger: Doppelstabdraht mit Efeudruck.
Warum eine Hecke immer besser ist:
Eine Heckte bietet Ruhe und Privatsphäre, Windschutz und Kühlung, Schatten und ein angenehmeres Kleinklima. Auch Müll flattert nicht von der Straße in den Garten, Abgase, Feinstaub, Geräusche werden durch das Laub gefiltert. Macht mal den Liegestuhltest, das reicht als Gedankenspiel: Würdet ihr euch in Bade-Outfit auf die Gartenliege legen, wenn da nur ein nackter Doppelstabgitterzaun wäre zum Gehweg? Aber hinter eine dichte Wildstrauchhecke vielleicht schon.
Eine grüne Hecke sieht nicht nur schöner aus, sie leistet auch einen wichtigen Beitrag für den Artenschutz. In den Geästen können Vögel brüten, Nahrung für den Nachwuchs suchen, sich vor Fressfeinden verstecken. Wenn die Sträucher blühen, werden Bienen und Hummeln darin summen und vielleicht können Sie Schmetterlinge beobachten. Eine Hecke macht nicht nur für Sie den Garten zu einem wundervollen Rückzugsort, sondern auch für viele heimische große und kleine Tiere.
Also: tote Pflanzen ersetzen oder neue an den Zaun setzen. Als Schritt-Schritt-Anleitung steht das ausführlich in meinem Buch "Mein Garten - mehr Arten".

Darin bekommt ihr noch mehr Ideen für noch mehr Garten-Glow-ups, nicht nur für Hecken und Zäune. Außerdem Pflanzen-Vorschläge und viele weitere einfache Projekte, um das grüne Wohnzimmer klimafest und artenreich zu gestalten. Nächsten Monat stelle ich in den KrautundBücher-News das nächste Glow-Up vor.
Wer nicht warten kann oder alles kann ausführlich nachlesen will: |
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Aber: womit den grünen Beton ersetzen, welche Arten pflanzen?
Für ein ähnlich einheitlich immergrünes Wuchsbild wie beim Lebensbaum eignen sich Wacholder, Eibe, Liguster, Aronia oder Strauchefeu. Um für das kommende Klima gewappnet zu sein, sind auch Ginster-Arten oder die Strauchkronwicke gut geeignet.
Kein Geld, keine Zeit für aufwändige Pflanzaktionen?
Setzt rankende Pflanzen an den Zaun und flechtet die grünen Triebe regelmäßig in die Stäbe, während sie wachsen.
Oder sät hohe Blumen aus und setzt die als »Zaungucker« an die grüne Grenze: hoch wachsende Pflanzen, die zwischen und über den Zaun wachsen und sich an die Stäbe anlehnen. Wegwarten, Großer Schuppenkopf, Alant, Wiesenknopf - im Buch gibt es eine ganze Liste an Arten. Einige dieser Arten sind sogar für manche Wildbienen oder bestimmte Schmetterlinge ein exklusives Futterangebot. Für euch entsteht (zumindest im Sommer) eine blickdichte und blütenschöne Hecke, für die Tiere ein ganzes Universum.
Wie wäre es mit einer Wildrosenhecke? Anders als das Image der Rose als »Königin der Blumen« vielleicht vermuten lässt, mit ihren filigranen Zweigen und opulenten Blüten, sind viele Arten sehr robust und winterhart – Wildrosen auf jeden Fall. Sie sind robust und müssen auch nicht ständig nach einem Masterplan geschnitten werden. Sie können mehr oder weniger so wachsen, wie die Natur sie geschaffen hat, und werden nur ab und an im Frühjahr ausgelichtet. Auch hierzu gibt es eine ganze Liste und viele Tipps im Buch. (In "Selbst ist die Pflanze" übrigens auch.)
Und: Dass Hecken in vielen Gärten nackte Pflegestreifen haben, liegt nicht daran, dass Sträucher keinen Unterwuchs dulden. Schaut euch mal draußen in der Natur um, nackte Erde gibt es dort, wo die Natur selbst die Regie führt, eigentlich nicht. Allerdings wird ein solcher nackt-gehaltener Pflegestreifen über die Jahre so hart und knochentrocken wie Beton, dass er zunächst mit der Spitzhacke aufgelockert und mit etwas Pflanzerde aufgebessert werden sollte. Auch ein paar Gründüngerpflanzen können die erste Runde des Unterwuchses übernehmen und den Boden für andere Arten bereiten.
Noch ein wichtiges Thema bei Hecken: Schneiden oder nicht?
... vor allem, wenn ab 1. März die Brutzeit beginnt und Bäume und Sträucher zu schneiden erstmal verboten ist. Was übrigens nicht heißt, dass es Pflicht ist, bis dahin die Hecke zu schneiden. Wenn ihr Platz habt und keinen Kleingartenvorstand oder die Nachbarn "im Nacken" könnt ihr auch alles wachsen lassen, wie die Natur es geschaffen hat.
Ihr könnt aber auch schneiden. Die meisten Wildsträucher vertragen das gut, weil sie es auch seit ewigen Zeiten gewohnt sind. Jede Hecke in freier Natur wird regelmäßig von Pflanzenfressern geplündert, die sich an der Rinde, den Blättern und jungen Trieben gütlich tun. Ganz früher waren es Mammuts und Wisente, heute sind es noch Rehe, Hirsche, Biber. Die lädierten Stellen treiben schnell wieder aus, oft dichter und verzweigter als vorher. Für Vögel und kleine Säugetiere wie Haselmäuse entstehen so immer mehr und bessere Nistmöglichkeiten, Verstecke und Winterplätze.
Wichtig ist nur: verbrennt den Rückschnitt nicht oder häckselt ihn klein. Besser ist es, den Schnitt gehäckselt oder pur der Hecke an die Füße zu geben. Das bietet noch mal ein bisschen mehr Lebensraum und Nahrung für Käfer und andere kleine Gartenmitbewohner, zum Beispiel auch für Igel.

(Kleiner Reminder für die Artensprechstunde "Igeln helfen, aber richtig" - falls ihr euch festgelesen haben solltet:-) |
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- Habe ich alle demnächst anstehenden Termine für Vorträge und Co. für euch auf der Website aktualisiert: www.krautundbuecher.de/events
- Habe ich die Januar-Rabattaktion für meine Gartenschläferhäuschen verlängert. Auch im Februar bekommt ihr mit dem Code 2919 in meinen kleinen Onlineshop 10 Euro Ermäßigung pro Haus. Damit ihr vielleicht den ein der anderen mehr kauft. Nistkästen hat es nämlich nie genug. Und: wenn ihr lieber selber werkelt, könnt ihr euch dort auch eine ausführliche Bauanleitung im Shop herunterladen; für eine kleine Schutzgebühr von 2,00 Euro.
- Ging vor einigen Tagen mein Wildnis-im-Garten-Crowdfunding zu Ende. Wenn ihr etwas bereits Vorhandenes als Dankeschön bestellt habt (Buch, Gartenschläferhäuschen etc.), dann bekommt ihr in den nächsten Tagen Post. Für die Wildnis-Schilder braucht ich noch ein bisschen. Ich werde das Schild jetzt entwerfen und dann "bauen" lassen, dann bekommt auch ihr euer Dankeschön. Als drittes werde ich mich mit der zukünftigen Vergabe der Schilder befassen (Infobroschüre, Zertifizierungsverfahren...); aber das betrifft ja eher alle, die noch kein Schild "bestellt" haben.
- Schreibe ich fleißig an meinem neuen Buch zum Thema "Patchwork-Gärtnern". Manuskript-Abgabe ist im Frühling, Erscheinungstermin Ende 25/Anfang 26. Bin selbst sehr gespannt, wie es am Ende sein wird.
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