|
Ihr seid wegen des Gierschs hier? |
| |
|
... dann wartet kurz. Oder: lest erst weiter. Oder springt ganz nach unten. Ganz am Ende geht's um alles Gute mit und vom Giersch. |
| |
|
Erstmal geht es jetzt ums Geld. Um Gartenschläfer-Häuschen. Und um noch mehr gute Projekte. |
| |
|
Die Gartenschläfer-Häuschen sind ausverkauft. Aber es wird neue geben. Mit eurer Hilfe.
Es gibt noch einige Gartenschläfer-Häuschen als Bausätze. Die verkaufe ich (zum reduzierten Preis) noch weiter. Insgesamt sind sie wenig nachgefragt, Basteln ist wohl den meisten doch nicht so lieb wie etwas Fertiges. Was ich verstehen kann. Einen Teil werde ich aufheben für meine Workshops in KiTas und Schulen.
Wenn ihr auch so einen Workshop plant, oder für einen Kindergeburtstag viele Bausätze braucht, dann gebe ich euch Mengenrabatt für die gute Sache. 5 Stück für 100,00 Euro, 10 für 150 Euro. Dann schreibt mir bitte eine Mail an redaktion@krautundbuecher.de.
Die fertigen Gartenschläfer-Häuschen möchte ich nachbestellen, damit auch im kommenden Winter viele Garten- und Siebenschläfer ein Zuhause haben.
Den ersten Schwung hatte ich mit einem Crowdfunding vorfinanziert. Es braucht ja eine gewisse Mindestbestellmenge und eine Anzahlung, um sie finanzierbar herstellen zu lassen.
Da Artenvielfaltsschutz zwar ein toller Job ist, man damit aber nicht reich wird und ich diese Anzahlung nicht mal eben in der Kaffeekasse habe, kommt jetzt meine Bitte:
Bestellt (und bezahlt) vor, ein oder mehrere Gartenschläfer-Häuschen.
Vorteil für euch:
Erstens: Ihr spart Geld, denn zum Vorverkaufspreis kostet ein Häuschen 10 Euro weniger als dann später im Shop. Zweitens: Ihr habt euer Häuschen sicher und könnt nicht leer ausgehen, falls es schnell ausverkauft sein sollte. Drittens: Ihr unterstützt die Artenvielfalt und meine Arbeit. Viertens: Die Häuschen werden spätestens zum Oktober geliefert, rechtzeitig für den Winterschlaf oder als besonderes Weihnachtsgeschenk für eure Lieben oder euch. Wärt ihr mit dem Thema "Geschenke" also auch schon durch. |
| |
|
Und: Es gibt noch mehr VORZUBESTELLEN
Wenn ich einmal anfange Ideen zu haben, hört es leider (?)so schnell nicht auf. Von meinen Recherchen zum Projekt "Ökologische Wühlmausbekämpfung" habt ihr sicherlich schon etwas mitbekommen.

Ich habe jede Menge Fachliteratur durchforstet und werde das jetzt nach und nach alltagstauglich aufbereiten: Blog-Beitrag, Insta-Posts, Vorträge, EBooklets.
Dauert immer alles ein bisschen länger, weil mir ständig noch mehr neue Ideen dazwischen kommen, wie mein kleines Crowdfunding zur Broschüre über "Blumenbuntes Friedhofsgärtnern". Aber so liebe ich meine Arbeit. Es ist ein bisschen wie auf eine Blümchenwiese, man weiß nie, wen oder was man alles treffen wird.
Zurück zur Ökologischen Wühlmausbekämpfung. Die Theorie ist das eine, aber oft möchte man ja nicht nur lesen, sondern auch ganz praktisch handeln. Dafür habe ich etwas ganz Handfestes geplant.
Zur Mausbekämpfung hat die Natur das Mauswiesel erfunden; das kann man wirklich so sagen. Es ernährt sich quasi ausschließlich von Mäusen und passt auch in jedes Mauseloch. Es ist extra lang und dünn gebaut. Deswegen sind teils die inneren Organe nicht nebeneinander angeordnet, sondern hintereinander. Weil ein Mauswiesel so klein ist, muss es die ganze Zeit fressen. Bis zu zehn Mäuse am Tag. Damit sich das Mauswiesel in eurem Garten ansiedeln und diese „Drecksarbeit“ erledigen kann, braucht es vor allem eines: einen geschützten Unterschlupf. Mein Wieselkasten soll genau das bieten – ideal platziert ist er versteckt im Gesträuch, unter einem Totholzstapel oder im Steinhaufen.
Ein guter Kollege des Wiesels in Sachen Maus- und Rattenbekämpfung ist der Mäusebussard, der mit scharfem Blick und scharfem Schnabel Mäuse aus dem Garten klaubt.
Als Brutplatz nutzt er am liebsten alte Krähennester – aber die müssen erst einmal da sein. Wo sie fehlen, kann ein offener, stabiler Weidenkorb ihn einladen, sich niederzulassen. Und seinen Job zu machen.
Mein Bussard-Horst bietet genau das: Ein robuster, wetterfester Nistplatz, in einer Astgabel in einem Baum in einer Höhe ab 4m. So helft ihr einem Brutpaar, sich anzusiedeln – und lasst euch im Gegenzug bei der Wühlmausbekämpfung helfen: ganz ohne Gift, ganz im Einklang mit der Natur.

Wichtig: Auch Wieselkasten und Bussard-Horst sind aktuell nur VORBESTELLBAR. Aus den gleichen Gründen wie beim Gartenschläfer-Häuschen, damit ich sie in sinnvoller und bezahlbarer Stückzahl herstellen lassen kann, sammele ich zunächst Bestellungen.
Mit den gleichen Vorteilen wie beim Gartenschläfer-Häuschen: Wenn ihr jetzt bestellt und bezahlt, spart ihr 10€ bzw. 5€ gegenüber dem späteren regulären Shop-Preis. Ab Oktober werden beide lieferbar sein. |
| |
|
Weiter geht's: mit IGELN
Wo ich schon mal dabei war, Ideen zu haben (Zeichnen und Prototypen bauen macht mein Mann) haben wir auch einen Igel-Tunnel entworfen.

Igel sind sowieso mein Dauerthema, sie kommen in jedem Buch vor, in jedem Vortrag und ich plädiere rund um die Uhr für Lücken um Zaun: Igel haben ein riesengroßes Revier und der schönste artenreiche Naturgarten nützt Igeln nichts, wenn er nicht reinkommt. Der Igeltunnel ist speziell dimensioniert: Katzen, Kaninchen, Schildkröten oder Hunde passen nicht hindurch – eure Tiere bleiben im Garten, fremde draußen. Dem Igel reicht ein faustgroßer Durchlass, auch wenn es ums Eck geht. Dieser Tunnel schafft so eine schöne, naturnahe, sichere Durchlassmöglichkeit. Nicht nur für Igel, auch Kröten und andere heimische Tiere werden diesen Tunnel gerne nutzen.
Ich weiß, ich wiederhole mich: Auch der Igel-Tunnel ist JETZT günstiger als später im Shop: 25€ statt dann 35€. Auch er er ist erstmal nur VORBESTELLBAR. |
| |
|
Zusammengefasst:
Alle vier Produkte helfen dabei, Lebensräume zu vernetzen, Arten zu schützen – und dabei ganz natürlich Schädlinge im Zaum zu halten. So dass niemand in Versuchung kommen muss, Gift gegen Wühlmäuse auszulegen. Oder wegen Schnecken verzweifeln muss.
Für ganz Unterstützungs-Willige habe ich alle vier in ein Artenhelfer-Paket gepackt: Dieses Paket bekommt ihr zum noch mal besonders günstigen Frühbucherpreis.
Wer jetzt bestellt und bezahlt, spart 45 € gegenüber dem späteren regulären Preis. Vorteil für euch außerdem: ihr habt die Häuser, Horste, Burgen sicher.
Vorteil für mich: Ich kann planen und loslegen. |
| |
|
Bevor ich jetzt ENDLICH zum Garten-Glow-Up des Monats komme, noch eine letzte Möglichkeit für euch, Geld auszugeben: Mein kleines Crowdfunding für die Friedhofsbroschüre hatte ich in den vorherigen KrautundBücher-News schon vorgestellt. Es läuft zwar noch den Mai über, aber es ist schon fast "zuteilungsreif". Je eher klar ist, dass es klappt, desto eher ist die Broschüre layoutet und gedruckt. |
| |
|
Danke schön, dass ihr bis hierher ausgehalten habt. Aber: Erst die Arbeit und die Formalitäten, dann das Vergnügen.
Garten Glow-Up des Monats
In den vorherigen KrautundBücher-News ging es um "Tote Ecken und andere Problemstellen im Garten", um "lebendige Hecken und Zäune", oder ums "Klimafeste Ganzjahresbeet". Heute ist der Rasen dran.
 |
| |
Wildrasen statt Einheitsgrün
Ein Garten ohne Rasen – für viele unvorstellbar. Eine Grünfläche ist quasi das Symbol eines Gartens. Es muss aber kein Einheitsgrün sein.
Grüner, kurzer Rasen ist der Goldstandard der Garten-Gestaltung. Das angestrebte Ideal aufrechtzuerhalten, macht allerdings eine Menge Arbeit: mähen, düngen, wässern, mähen, Moos rauskratzen, Löwenzahn ausstechen, Maulwurfshügel einebnen, kahle Stellen nachsäen, mähen... Oft dankt der Rasen diese Mühen nicht mal: Wenn es trocken ist, verbrennt das Einheitsgrün zu Trockenbraun. Regnet es viel, stark, lange wird der Rasen grauer Matsch.
Deswegen ist die Grünfläche jetzt dran, bunt (er) zu werden. So wird sie außerdem klimafest – und artenreich. Und viel weniger Arbeit habt ihr außerdem. |
| |
|
Wie das gehen kann? Mit dem Mähfreien Mai.
Einen typischen Rasen in eine "richtige" Wiese zu verwandeln klappt oft nicht gut. Der Gartenboden ist gesättigt mit Dünger, das mögen die wilden Gräser, Blumen und Kräuter überhaupt nicht gern. Das richtige Saatgut zu bekommen, ist aufwändig und teuer, die preiswerten Mischungen im Gartenmarkt bestehen überwiegend aus einjährigen, schnell auflaufenden Ackerbegleitblumen, die sich zwar zum Teil selbst wieder aussäen, aber nicht wieder keimen, weil sie dafür auf offene Flächen angewiesen sind. Samen für die eigentlichen Wiesenblumen, die auch in der dann dichten Pflanzendecke und Grasnarbe neu keimen, sind in diesen Mischungen in der Regel nicht enthalten; oder die Samen in den Tütchen sind aus ganz Europa zusammengewürfelt.
Das Ergebnis: kein Blumenmeer.
Wichtig ist also, sich gut beraten zu lassen und lieber etwas mehr Geld zu investieren und das Saatgut gezielt zu kaufen, zum eigenen Boden passend, zusammengestellt. Aber: auch dann werden all die Insekten und Kriech- und Krabbeltiere nicht mitgeliefert; und kommen auch nicht mal eben so schnell her. Außerdem muss man regelmässig mähen und das Schnittgut entfernen – es sei denn man hat eine Schafherde.
Fazit: eine richtige Blumenwiese ist mit ähnlich viel Regeln und Mühen verbunden wie ein englischer Rasen.
Eine bessere Lösung ist Patchwork-Gärtnern: einfach nach und nach den Rasen sich selber verwandeln lassen in einen lebendigen Teppich aus Gräsern, Kräutern und blühenden Wildpflanzen, so wie er zu euch und eurem Garten passt.
Erstens: Nicht mehr düngen. Denn Dünger mögen nur die paar Rasengräser, es lässt sie besonders gut wachsen. Wenn die auf ihre bisherige exklusive Förderung verzichten, zeigen sich schon bald die ersten Wildkräuter als bunte Tupfen: Gänseblümchen, Ehrenpreis oder Klee, Hahnenfuß oder Taubnesseln.
Zweitens: Nicht mehr so oft mähen wie sonst (also jetzt im Mai gar nicht), dann nicht mehr alles am Stück auf einmal und auch nicht so niedrig mähen wie sonst, mindestens 3 cm Wuchshöhe sollte den Pflanzen bleiben.
Vorteil für den Rasen: Je länger die Halme, desto besser hält er in trockenen Zeiten durch, weil sich Tau in den Halmen sammelt und er sich so selber gießt. Dem Bodenleben geht’s gut, weil es ein schönes Dach über dem Kopf hat, und so haben all die Bodenlebewesen viel Power, den Boden gut zu durchlüften und zu lockern. Starkregen staut sich nicht, sondern versickert entlang der Wurzelwege und Grabgänge.
Drittens kein „Unkraut“ jäten oder vergiften, vor allem Moos nicht mehr entfernen. Es ist wunderbar weich, darauf zu laufen und die Moospolster wirken ausgleichend auf Wasserhaushalt; wie kleine Schwämme.
Viertens: Rasen nicht mehr bewässern. Vertrocknete Stellen sind - wie Maulwurfshaufen oder Ameisenhügelchen - neue Möglichkeiten für neue Pflanzen. Schneller geht’s, wenn wir die Lücken mit Wildblumensamen flicken, zum Beispiel Labkraut, Margeriten, Flockenblumen oder Wildkräuter wie Schafgarbe. Oder eure Lieblingsblumen.
Skeptisch? Dann fangt stückchenweise an. Vielleicht mit der Fläche unterm Apfelbaum, dem sonnigen und trockenen Streifen an der Hecke. Wenn es klappt und euch gefällt, dann wandelt ihr weitere Abschnitte um.
... und der ideale Zeitpunkt anzufangen ist jetzt. Passend zur Aktion „Mähfreier Mai“, das ist eine Aktion der Deutsche Gartenbau Gesellschaft. Nach englischem Vorbild ruht der Rasenmäher ab dem 1. Mai. So habt ihr einen plausiblen Grund nicht zu mähen – falls jemand fragt.
Noch weit ausführlicher steht das in meinem Buch "Mein Garten - mehr Arten".

Darin bekommt ihr noch mehr Ideen für eure Grünfläche, Tipps, wie es nach dem mähfreien Mai weitergehen kann und noch mehr Garten-Glow-ups. Es sind auch alle Projekte drin, die in den vorherigen Ausgaben der KrautundBücher-News beschrieben wurden und die ihr vielleicht verpasst habt. |
| |
|
Übrigens: Kein Garten MUSS eine Grünfläche haben. Wenn ihr die nicht nutzt zum Sonnenbaden, Fußballspielen, Kaninchen herumlaufen lassen - dann gibt es auch keinen Grund eine zu habe. Lasst die einfach verschwinden, nach und nach, Stück für Stück. Erweitert andere Teile des Gartens: Der Zaun bekommt eine Hecke und die noch einen Saum aus Stauden und Bodendeckern. Legt einen Gartenteich an und dem als Umrandung eine Trockenmauer. Rund um den Kompost können Gemüsebeete, Laubhaufen oder Totholzhecken entstehen. Die Blumenbeete dürfen ausufern, das Kräuterbeet ebenso. Wo noch Flecken frei sind, kommt vielleicht ein Hochbeet hin. Oder ein Sandarium, ein Käferkeller. Der Rest wird zu Wegen aus Mulch oder lockerem Pflaster und zu überall verteilten Plätzen mit für Gartensessel und Liegestühle. Die Sitzmöglichkeiten werdet ihr brauchen. Ihr werdet so viel Zeit haben, ohne Rasen, und so viel Leben im Garten, dass es immer etwas zum Beobachten geben wird: Distelfinken und Wespenspinnen, Schmetterlinge, Grashüpfer, Rosenkäfer und Rotkehlchen. |
| |
- Habe ich mein Buch-Manuskript zum "Patchwork-Gärtnern" abgegeben. Passt thematisch perfekt zum Mähfreien Mai - dauert aber noch einige Monate bis zum Erscheinungstermin. Gerade planen wir die Illustrationen und ich bin ganz verliebt in die Zeichnungen. Noch darf ich aber nichts zeigen.
- Freue ich mich auf die erste Friedhofsführung dieses Jahr. Sie findet statt in Hannover Stöcken. Das ist der Friedhof, wo es sogar Einhörner gibt. Vielleicht sind bis dahin ja schon die Broschüren gedruckt.
- Habe ich wie immer alle demnächst anstehenden Termine für Vorträge und Co. für euch aktualisiert: www.krautundbuecher.de/events.
- Wählt die Sielmann-Stiftung das Tier des Jahres. Ich bin zwar nicht offizielle Werbebotschafterin, werbe aber trotzdem für meinen Liebling, den Gartenschläfer. Die anderen Arten sind aber auch alle ganz toll.
|
| |
|
So, und habt ihr schon einen Maikäfer gesehen dieses Jahr? Ich schon einige und ich bin gespannt, ob es wieder ein tolles Käferjahr wird.

Für alle Käferfreunde und Käferfreundinnen oder die es werden wollen haben Birgit Schattling vom Bio-Balkon und ich eine neue Folge der Artensprechstunde produziert. Frisch online gegangen am 1. Mai.
"Ladet euch Käfer ein"
Wenn es bei euch eher nach Schnecken-Jahr aussieht: Auch dafür (und dagegen) gibt es natürlich etwas von der Artensprechstunde:
"Schneckenliebe lohnt sich"
Weitere Themen sind: Igel, Ameisen, Mücken, Wespen, Vögel und Spinnen. Jede Ausgabe kostet 9 Euro, ihr habt lebenslangen Zugriff auf den Vortrag und das Begleit-EBook. Und im Chat die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Wir freuen uns auf euch. |
| |
|
Und zum Schluss: der GIERSCH. Da es doch reichlich Infos sind und dieser Newsletter schon sehr lang, habe ich alles Gute über und mit Giersch zusammengestellt in einem Artikel im Blog.
Habt ihr schon mal Gremolata mit Giersch probiert? Und wusstet ihr, dass er gegen Eichenspinner hilft? Alle Rezepte von Aftersun-Maske bis Pesto gibts in einem extra PDF:

Fürs Rezept-Heft: Hier klicken.
|
| |
|