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Jetzt spinnt sie, die liebe Sigrid von KrautundBücher? Habt ihr das kurz gedacht?
Aber: ein Blick hinter die Kulissen des großen Netzwerks der Natur zeigt: auch Wühlmäuse sind Teil des Systems. Ihre Gänge belüften den Boden, helfen bei der Versickerung von Regenwasser und schaffen Lebensraum für Kröten, Eidechsen und Hummeln. Während sie an den Wurzeln knabbern, tragen sie also auf Umwegen dazu bei, dass Tomaten, Zucchini oder Apfelbäume überhaupt Früchte tragen. Denn: Ohne Mauseloch – kein Hummelstaat. Und ohne Hummeln keine Bestäubung.
Wühlmäuse sind außerdem so etwas wie der Zwieback der heimischen Raubtierwelt. Bussarde, Eulen, Füchse, Wiesel – alle lieben Mäuse.
Ich weiß natürlich, dass Menschen mit Garten über Wühlmäuse nicht so begeistert sind wie Hummeln oder Mäusebussarde. Mir geht es auch gar nicht darum, dass ihr die Wühlmäuse plötzlich sympathisch finden sollt. Aber: Wenn ihr sie loswerden wollt, dann bitte ohne Gift – und möglichst auch ohne Gewalt.
Dazu habe ich im letzten Monat intensiv gearbeitet und viele Materialien für euch vorbereitet:
Eine Ausgabe meiner Artensprechstunde, (coming soon), außerdem Vorträge, Insta-Posts – und ein kleines EBook mit allen wichtigen Tipps und vor allem Schritt-für-Schritt-Anleitungen, wie ihr Wühlmausfresser in euren Garten lockt. Zum Runterladen, Ausdrucken und Festhalten. Alles, was so bei Insta und im Internet herumschwirrt findet man dann ja oft nicht, wenn man noch mal nachlesen will.
Einen Blog-Artikel gibt auch! Wenn ihr mögt, lest dort weiter. Deswegen mache ich hier Schluss mit den Wühlmäusen. Damit dieser Newsletter kein Buch wird. |
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Wühlmäuse gibt es, weil sie großartig sind. Und wichtig. |
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Bevor wir zum Monatsthema „Wasser im Garten“ gehen, noch ein kurzer Rückblick auf den „Mähfreien Mai“: |
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Ich bekomme dazu täglich Fragen auf Instagram, per Mail. Deshalb habe ich alle häufig gestellten Fragen in einem Blog-Beitrag gesammelt. Und die Antworten natürlich auch.
So kann ich euch ausführlicher und schneller weiterhelfen, als wenn ich jede Antwort einzeln neu tippe – auch wenn das ein klein wenig unpersönlicher ist.
Sollte eure Frage dort nicht beantwortet sein, schreibt mir gern eine E-Mail. |
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Und jetzt stürzen wir uns rein:
Garten Glow-Up des Monats
Im wahrsten Sinne des Wortes springen wir rein, denn das Glow Up des Monats ist das Thema: Wasser. In den vorherigen KrautundBücher-News ging es um "Tote Ecken und andere Problemstellen im Garten", um "lebendige Hecken und Zäune", oder ums "Klimafeste Ganzjahresbeet". Heute ist das Element des Lebens dran.
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Wasser nutzen, Wasser anbieten
Nie zu wenig, nie zu viel – das wäre ideal, oder? Doch leider erleben wir zunehmend das Gegenteil: lange Trockenperioden mit teurem Gießwasser, teils sogar mit Bewässerungsverboten. Und dann wieder Starkregen und Überschwemmungen. Im Winter verwandelt sich der Garten oft in eine matschige Schlammlandschaft.
Wäre es nicht wunderbar, vom Launenwetter unabhängiger zu sein – und sich das ganze Jahr über an Blüten und deren tierischen Besuchern zu erfreuen, egal ob der Boden staubtrocken oder pitschnass ist?
Auch hier habe ich euch einen ausführlichen Blogbeitrag geschrieben; und beschränke mich in diesem Newsletter auf die Kurz-und-Knackig-Version. |
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... und die Kurz-und-Knackig-Version ist diese:
Warum Wasser im Garten so wichtig ist:
Vögel trinken, baden und pflegen ihre Federn darin – was wiederum die Kirschen-Ernte retten kann, weil sie dann weniger durstig sind und weniger Früchtchen anpicken.
Schwalben brauchen es, um aus Lehm Nester zu bauen
Ein feuchter Gartenteil reguliert das Kleinklima: kühler im Sommer, milder im Winter.
Ein Regenspeicherbeet ist eine kleine natürliche Klimaanlage – und schützt vor Überschwemmung.
Insekten, deren Larven sich im Wasser entwickeln, sind lebenswichtiges Futter für viele Jungvögel. Ja, auch Mücken. Besonders Mücken.
Es gibt SOO viele Möglichkeiten, sich Wasser in den Garten zu holen. Ohne Gartenteich, denn das ist echt eine Investition, an Arbeit, an Geld, an Platz.
Es geht kleiner, einfacher, preiswerter, pflegeleichter. Und ja, ein Miniteich passt auch auf den Balkon. Schon Kleines kann Großes bewirken!
Oder einfach Wasserstellen: für Igel, Wespen, Eichhörnchen oder Vögel: Alte Blumenuntersetzer oder ausrangiertes Geschirr mit Steinen füllen – damit Insekten landen können. Mal sonnig, mal schattig platzieren, mal auf dem Boden, mal erhöht – für verschiedene Tierarten.
Ich nehme auch gerne ausgeputzte Blüten, das sieht so schön aus.

Und weil es so schnell verwelkt, erinnert es mich daran, regelmäßig sauberzumachen.
Tränken und Futterstellen sind leider Krankheitsbörsen. Ein Miniteich mit Pflanzen darin reinigt sich ganz gut selbst. Wichtig ist dann aber, dass Tiere nicht ertrinken können. Dass wer immer hineinfällt, auch wieder raus kommen kann. Teiche brauchen einen Flachwasserbereich, auslaufend wie an jedem Strand. Wannen und Becken sichert man am besten mit einer Treppe aus Steinen, die so gestapelt sind, dass sie aus dem Wasser bis an den Rand führen: Igel, Vögel oder Mäuse würden sonst in den oft glattwandigen Gefäßen ertrinken. Auch ein Holzbrett, wie eine Rampe hineingelegt, funktioniert gut. |
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Mehr lest ihr wie gesagt im Blog. Und ganz detaillierte Bauanleitungen für Mini-Teich, Regenspeicherbeet & Co. habe ich euch in einem neuen EBooklet zusammengestellt. Gegen eine kleine Schutzgebühr bekommt ihr 25 Seiten praktisches Wissen zum preiswerten und unaufwändigen Selbermachen, wie ihr mit Miniteichen, Regenbeeten und Sumpfecken Wasser in den Garten holt. Plus Listen mit Wasser- und Feuchtepflanzen, die sich für Balkon und Beet eignen. |
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Eine WICHTIGE Anmerkung:
Wann immer es euch möglich ist, nutzt nicht nur Tränken für die Tiere, sondern auch Sumpfecken oder Regenbeete. FÜR DIE MAULWÜRFE. Trinkschalen helfen Maulwürfen leider nicht. Was sie brauchen, ist ein feuchter Lebensraum. Maulwürfe sind an feuchte Bodenkühle angepasst, sie trinken nicht, sondern ernähren sich von frisch-knackigen Würmern und Insekten. Je trockener es ist, desto weniger Insekten gibt es, und die Würmer ziehen sich tiefer in den Boden zurück. Der Maulwurf muss mehr ackern, um sie zu erwischen, das zehrt; und irgendwann stirbt er vor Überhitzung, Hunger und Dehydrierung.
So könnt ihr Maulwürfen helfen: siehe oben, mähfreier Mai. Lasst ihnen und dem Boden ein schattenspendendes Pflanzendach, das die Feuchtigkeit im Boden hält. Kein Mähen, Jäten, Stutzen, Umgraben. Stattdessen: Mulch aus Laub oder Grasschnitt. Rund um ihre Reviere: Boden regelmäßig wässern oder eben gleich ein Regenspeicherbeet anlegen. Das hält die Umgebung kühl und feucht und zieht reichlich Bodeninsekten und andere Krabbeltiere an – genau das, was Maulwürfe brauchen. |
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Wasser ist das Wichtigste, aber wohnen wollen die Tiere auch. Der Maulwurf gräbt sich seine Wohnung selbst. Viele andere Tiere können das nicht.
Wenn ihr mir schon länger folgt, wisst ihr: Ich plädiere rund um die Uhr für mehr Nistkästen! Wohnraum ist für Wildtiere heute Mangelware – in Gärten, Parks und selbst in Wäldern fehlen Höhlen, Nischen und sichere Rückzugsorte.
Nistkästen schaffen genau diesen fehlenden Raum
Letztes Jahr konntet ihr meine Gartenschläfer-Häuschen durch ein Crowdfunding möglich machen – sie sind jetzt schon ausverkauft! Aber es soll sie wieder geben: Ich plane eine neue Produktionsrunde.

Und ich plane noch mehr! Ich möchte "in diesem Abwasch" auch Vogelnistkästen anbieten, außerdem Igeltunnel zur Reviervernetzung (superwichtig!) und Wiesel-Wohnungen (gegen Wühlmäuse, noch wichtiger:-))
  
Damit ich die Herstellung vorfinanzieren kann, sammele ich bis Mitte Juni Vorbestellungen. Wer jetzt bestellt, profitiert von einem günstigeren Preis (Frühbucherrabatt!) – und sichert sich seine Kästen, bevor sie wieder ausverkauft sind.
Wie ihr Vorbestellen könnt: ganz einfach. Geht in meinen KrautundBücher-Shop, sucht da den Kasten eurer Wahl oder gerne mehrere und "kauft" sie, so als würdet ihr ein Buch kaufen. Eure Bestellung landet dann auf dem richtigen Stapel. |
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Nistkästen auch als EBooklet
Ihr kennt meine kleinen EBooklets schon – kompakt voller Infos, nicht 100% professionell aber liebevoll gestaltet und randvoll mit Wissen und Bau-Ideen. Es soll ja tatsächlich Menschen geben, die gerne handwerkeln. Inzwischen sind neue Titel dazugekommen, weil ich selbst so begeistert davon bin: Ich muss nichts verschicken, ihr habt am Ende aber etwas in der Hand, was nicht irgendwie in Social Media herumgeistert. Sondern ausgedruckt werden und nachgebaut werden kann.
Alle vier Bau-Anleitungen - Igel-Tunnel, Wiesel-Wohnung, Dornröschenschloss und Gartenschläferhäuschen - enthalten außerdem haufenweise Infos zu den jeweiligen Tieren, ihrer Lebensweise, Aufhängung, Standorttipps und Pflege.
Und wer alle vier Anleitungen haben möchte, spart mit dem Rabattcode „Feiertag“: 4 für 3! den hatte ich fürs lange Wochenende "erfunden", nutzt ihn gern noch heute und morgen. |
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- Gibts ein Update zur Schild-Aktion „Wildnis ist in Ordnung“. Viele von euch erinnern sich: Letztes Jahr habt ihr meine Crowdfunding-Aktion für die Wildnis-Schilder unterstützt. Es hat alles länger gedauert – durch Krankheit, Verzögerungen beim Entwurf und Druck. Aber es wird! Noch in diesem Monat sollen die Schilder verschickt werden - die Umschläge sind schon beschriftet. Wer damals mitgemacht hat, bekommt sein Schild bald – und wer nachträglich eines möchte, findet bald alle Infos dazu auf meiner Website.
- Parallel habe ich ein kleines zweites Crowdfunding gestartet – für den Druck meiner Broschüre zur naturnahen Grabgestaltung: "Blumenbunt statt Friedhofsgrau“. Das Projekt war erfolgreich, das Heftchen ist fertig – und wurde bei der ersten Friedhofsführung schon verteilt. Sobald das Geld von der Plattform da ist, verschicke ich eure Dankeschöns. Ich bin jedes Mal begeistert, was wir als Community möglich machen!
- Bin ich viel unterwegs – auf Vorträgen, Seminaren und Gartenfestivals. Immer mit meinem Lieblingsthema im Gepäck: Weniger Arbeit, mehr Artenreich! Und klimafest werden die Gärten so auch noch. Vor ein paar Wochen war ich bei den Klimapaten Schwülper zu Gast. Die haben meinen Vortrag nicht nur aufgezeichnet, sondern einen richtig tollen Film daraus gemacht.
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- Jetzt habt ihr Lust bekommen auf Vortrag, Seminar oder Garten-Event? Hier habe ich wie immer alle demnächst anstehenden Termine für Vorträge und Co. für euch aktualisiert:
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- Wenn ihr mich für euren Verein, eure Kommune oder euer Team buchen wollt– meldet euch per Mail. Ich freue mich über neue Orte, Menschen, Gärten, Friedhöfe und spannende Begegnungen.
- Online und auf Knopfdruck bequem bei euch zu Hause könnt ihr mich haben in "Sigrids Artensprechstunde auf Birgits Bio-Balkon". Die 9. Folge (Wühmäuse) erscheint dieser Tage. Aber auch all anderen Folgen lohnen sich, Birgit und ich "knöpfen" uns immer zeitlose Gartenthemen vor: Schneckenplage, Ameisenalarm, Mücken, Spinnen, Wespen und Zecken; oder wie wir Lieblingstieren wie Igeln und Vögeln richtig helfen; und wie wir Käfer in den Garten einladen. Jede Folge enthält neben dem anschaulichen und unterhaltsamen Vortrag (auf den ihr mit der Buchung lebenslang Zugriff habt) ein ausführliches EBook und die Möglichkeit im Chat Fragen zu stellen. Ja, die Artensprechstunde kostet Geld, es steckt auch einfach viel Liebe und viel Arbeit drin. Aber zu jeder Ausgabe gibt es auch ein Freebie-PDF mit wichtigen Informationen (Schneckenfresser, erste Hilfe bei Wildtieren oder eine Anleitung für einen Käferkeller.) Schaut euch also gerne um.
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Und zum Schluss: Mal was anderes als Holunder-Sirup oder Gelee. Mit diesem Rezept für Badebomben könnt ihr mit Frau Holle in die Wanne.
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