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„Schädlinge“ – ich sag das Wort ja eigentlich nicht.
Es gibt keine Schädlinge, genau wie es keine Nützlinge gibt.
Das ist nur die menschliche Sichtweise darauf. Es sind alles Kinder des Universums – und alle haben ihre wichtige Rolle im großen Ganzen der Natur.
Und doch: So manche Art bringt uns manchmal an den Rand der Gartengeduld; oder ist über die Zeit als „gefährlich“ im kollektiven Gedächtnis abgespeichert worden.
Genau deshalb nehme ich sie mir in meinen Vorträgen in der Serie „Sigrids Artensprechstunde auf Birgits Bio-Balkon“ immer wieder vor: Wühlmäuse, Schnecken, Ameisen, Mücken, Zecken & Wespen oder Blattläuse. Nicht mit Gift und Groll, sondern mit einem liebevollen, ökologischen Blick. Der ist nicht nur gut fürs Karma, und macht das Gärtnern artenreicher, sondern auch entspannter, erfolgreicher. Und klimafester.
Ob Wühlmaus oder Zecke, ob Ameise, Schnecke oder Blattlaus: Wir haben die fünf beliebtesten „Problemtiere“ der Artensprechstunde jetzt im „Schädlings“-Paket gebündelt – ein bisschen ironisch benannt, dafür umso wichtiger im Inhalt. Die „Spinnen“ bekommt ihr auch noch dazu geschenkt.
Das Paket lohnt sich doppelt: nicht nur fürs entspannte Gärtnern, sondern auch im Preis. Im Paket sind die Schädlinge deutlich günstiger als einzeln. Statt 54 Euro zahlt ihr nur 44 Euro. Und bekommt - wie bei allen Artensprechstunden - einen Vortrag, alles als EBook zum Nachlesen, jeweils eine Checkliste zum Download und zu jedem Teil ein Bonus Freebie-PDF. Und: im Chat haben wir eine Fragemöglichkeit mit garantierter Antwort für euch.

Schaut euch gern um. Wer weiß, vielleicht seid ihr danach genauso verliebt in Blattläuse wie ich. |
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Speziell zum Thema Blattläuse: habe ich euch einen aktuellen Blog-Beitrag geschrieben. Da könnt ihr schon mal reinschnuppern ins Thema. |
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Jemand ganz Wichtiges fehlt noch bei den „Schädlingen“. Die Ratten, klar. Zu denen kommen wir gleich noch ausführlicher. |
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Erst möchte ich euch mein neues Crowdfunding vorstellen. Es ist gerade gestartet, was mich sehr freut.
Worum geht es?
Ich möchte statt üblicher Werbeflyer ökologisch sinnvolle Samentütchen gestalten, drucken und befüllen lassen – als blühende Visitenkarte, statt Flyer zum Mitgeben bei Veranstaltungen, Bestellungen oder als Dankeschön. Die Tütchen sollen meine Kontaktdaten, mein Logo und eine kleine Wildnis-Botschaft tragen. Das Saatgut soll artenreich und ökologisch sein. Mein Ziel ist es, die übliche Mindestbestellmenge von 3.000–5.000 individuellen Samentütchen drucken lassen zu können. Mit weniger fängt es nicht an. Jedes einzelne Tütchen ist dann sehr günstig, aber die schiere Menge eben doch eine Investition. Deswegen freue ich mich über alle, die das Projekt und mich unterstützen möchten.

Alles weitere könnt ihr auf der Projektseite lesen. Spendet gerne mit, ich freue mich über jede Unterstützung, die mir hilft, dass ich nicht nur olle Flyer verteilen kann. Sondern Artenvielfalt.
Auf der Projektseite gibt es auch sogenannte Share-Pics: Bilder für Instagram oder den WhatsApp-Status, die ihr runterladen und posten könnt. Auch das hilft enorm, das Projekt bekannter zu machen. Auch wenn ihr selbst nichts spenden könnt oder mögt, vielleicht andere Menschen in eurem Bekannten- und Verwandtenkreis. |
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Und jetzt wird es steinig:
Das Garten Glow-Up des Monats
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Blühende Steine - statt glühende Steine
Gepflegt gepflastert – so war vielleicht der Plan, als der Vorgarten angelegt wurde und wie es dem langjährigen Trend entsprach: Kies, Schotter, Pflastersteine. Es zeigt sich allerdings, so pflegeleicht sind Pflasterflächen und Schottergärten nicht, die Natur findet immer einen Weg, Wurzeln zu schlagen und Triebe zu bilden. Knopfkraut, Disteln und Löwenzahn machen sich breit. Immer mehr Kommunen verlangen zudem, dass »sämtliche nicht überbauten Flächen eines Grundstücks Grünflächen sein müssen, sofern sie nicht für andere zulässige Nutzungsarten gebraucht werden«. Man könnte zwar einen Fahrradständer platzieren und eine Mülltonnensammelstelle aus dem Vorgarten machen, wie es vielerorts passiert – dann hat die Fläche wieder eine »Nutzungsart«. Aber schön ist anders und vor allem: Der Vorgarten bleibt tot und heizt sich auf. Steine haben eine hohe Wärmespeicherfähigkeit. Sie erwärmen sich recht langsam, speichern aber die Gluthitze des Tages und strahlen diese dann ab, wenn die Sonne längst untergegangen ist. Sonnenwarme Steine am Abend sind etwas Feines, aber nicht, wenn tagsüber 40 Grad Celsius waren und man nachts eigentlich lieber kühle Luft ins Schlafzimmer lassen würde.
Pflanzen vor dem Fenster heizen sich nicht so stark auf und kühlen wie eine kleine Klimaanlage die Umgebung angenehm herunter. Außerdem dämpfen sie die Geräusche. Wenn es regnet, prasselt es nicht auf den nackten Bodenbelag; das Wasser rauscht bei Starkregen auch nicht einfach über die Steine und schlimmstenfalls ins Kellerfenster. Ein bepflanzter Vorgarten lässt uns so gut schlafen wie lange nicht. |
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Wie lassen sich Pflaster und Schottergarten nun zum Leben erwecken?
Grundsätzlich läuft es darauf hinaus, Löcher zu buddeln, Erde einzufüllen und Stauden einzupflanzen. Es ist aber ein Unterschied, ob man Löcher in den Beton hacken muss, ein Vlies entfernen oder nur ein bisschen Kies zur Seite schieben. Klären solltet ihr vorher genau die Gegebenheiten, auch rechtlich, wenn der Vorgarten nicht der eigene ist. Wie viele Steine sollen raus, wie viel Fläche wird frei, um bepflanzt zu werden. Und womit. Gut gefällt es Arten, die mit den Anforderungen eines eher trockenen Standortes umgehen können. Hervorragend können das Steingartenpflanzen wie Hauswurze, Fetthennen, Steinbrech-Arten und mediterrane Kräuter wie Thymian und Rosmarin. Aber auch heimische Stauden wie Katzenminze oder Glockenblumen gedeihen gut in Fugen. Sie versäen und verbreiten sich selbst und sorgen so über das Jahr hinweg immer wieder für bunte Überraschungen. Aber auch Wegwarten, Königskerze oder Stockrosen fühlen sich zwischen den Fugen wohl, genau wie Rainfarn, Schafgarbe oder Schöllkraut. Jede Pflanze, die sich ihren Platz zwischen den Steinen sucht oder dort hingepflanzt wird, trägt zur Artenvielfalt bei. Schmetterlinge, Bienen, Hummeln und Schwebfliegen sammeln Nektar und Pollen. Libellen jagten kleine Insekten, und Käfer suchen sich eine Blüte zum Schlafen.
Und was ist mit den Wegen? Auch hier könnt ihr Lücken schaffen. Ein normaler Gartenweg ist mit Rasenfugenpflaster, Holzplanken, Mulch mit Trittsteinen oder einem breitverfugten Pflaster ausreichend trittfest. Dazwischen darf und soll dann wachsen, was will und kann. |
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Eine ausführliche Schritt-für-Schritt-Anleitung findet ihr in meinem Buch "Mein Garten - mehr Arten".

Darin bekommt ihr noch mehr Tipps, was ihr zum Beispiel mit den Steinen machen könnt, die ihr ausbuddelt. Und es gibt darin noch viele Garten-Glow-ups mehr. Auch alle Projekte in ausführlich, die bereits in den vorherigen Ausgaben der KrautundBücher-News beschrieben wurden und die ihr vielleicht verpasst habt.
Das Buch gibt es überall wo es Bücher gibt; und auch in meinem kleinen Online-Shop. Dann sogar mit Widmung, wenn ihr mögt. |
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Hier im Newsletter verrate ich euch noch den Trick mit dem Blumentopf: Viele Pflanzen wachsen nicht gern zwischen Pflastersteinen – zu trocken, zu steinig. Stellt Töpfe mit Wunschpflanzen wie Akelei oder Glockenblume genau dorthin, wo diese später wachsen sollen. Lass sie blühen, fruchten, versamen – und vielleicht die Töpfe auch ein bisschen über die Fläche wandern. Mit der Zeit siedeln sich Nachkommen an genau diesen Stellen an. Und plötzlich wachsen mitten im Pflaster eure Lieblingspflanzen. |
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So, und jetzt die Ratten
Ihr habt mir so viele Fragen, Sorgen und Erfahrungen rund um das Thema Ratten geschickt – nach meinem Aufruf auf Instagram. Ratten lösen Emotionen aus – Ekel, Angst, manchmal sogar Panik. Genau deshalb ist es mir ein Anliegen, alle Fragen zu beantworten – und zwar sachlich und mit Blick auf die Fakten und die Artenvielfalt.
Weil dieser Newsletter schon wieder so lang geworden ist und viele Menschen ja angeblich nicht mehr gerne so viel lesen, habe ich aus den Ratten einen Artikel in meinem Blog gemacht. Das hat außerdem auch den Vorteil, dass ihr alles es immer wieder nachlesen könnt ohne den Newsletter im Mail-Postfach suchen zu müssen.
Was mir GANZ wichtig ist: Es geht auch ohne Gift.
Lest gerne rein und wenn ihr eure Frage nicht findet, dann schreibt mir gerne eine Mail an redaktion@krautundbuecher.de. |
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- Habe ich wie immer alle Termine für euch aktualisiert auf www.krautundbuecher.de
- Möchte ich euch einen Termin besonders ans Herz legen: ich beschäftige mich ja schon länger intensiv mit dem Thema Wildnis-Gärtnern. Das „Ausgezeichnet für Wildnis“-Schild ist zum Beispiel ENDLICH fertig – und alle, die beim Crowdfunding mitgemacht und es ermöglicht haben, haben ihres inzwischen bekommen. In den nächsten Wochen fülle ich den Bereich dazu auf meiner Website mit allem, was es dazu zu wissen gibt: Informationen rund um das Thema Wildnis, Tipps zur Umsetzung, Rechtliches - und Erklärungen zum Zertifizierungsverfahren, falls ihr auch so ein ein Schild haben möchtet. Und beim nächsten Bio-Balkon-Kongress im September halte ich einen Vortrag mit genau dazu: „Wildnis auf dem Balkon“ Titel. Und ja, das geht. Meldet euch gerne schon an auf https://bio-balkon.de.
- Der Gartenschläfer ist Gartentier des Jahres 2025 geworden – wie schön! Ich freue mich riesig darüber, und auch darüber, dass ihr so viele Gartenschläfer-Häuschen, Vogelnistkästen und Igel-Tunnel vorbestellt habt, so dass es kein Problem war, die Nachbestellung vorzufinanzieren. Bis alles ankommt, dauert es noch einige Wochen – aber wenn ihr sicher sein möchtet, auch eins der Häuschen oder einen Tunnel zu bekommen, bestellt gerne auch schon vor, dann könnt ihr nicht leer ausgehen. Es gehen weiterhin laufend Bestellungen ein, und womöglich ist der Bestand schon fast wieder weg, kaum das er da ist. Vorbestellen könnt ihr in meinem kleinen Onlineshop auf www.krautundbuecher.de/shop
- Wer nicht so lange warten möchte: Die Bauanleitungen für die Gartenschläfer-Häuschen und Igel-Tunnel gibt es auch als E-Booklet zum Selberbauen. So könnt ihr sofort loslegen – spart Zeit und vielleicht sogar Geld.
- Kürzlich war ich in einer Radiosendung zu hören – gemeinsam mit anderen Ehemaligen meiner Uni. Die Sendung läuft auf Radio Okerwelle, bundesweit im Livestream und später auch zum Nachhören auf der Website. Es hat großen Spaß gemacht. Sendetermin ist der 16. Juli um 19 Uhr, die Wiederholung läuft am 17. Juli um 9 Uhr. Hier geht’s zum Sender: https://okerwelle.de/
- Und auch auf meiner Website gibt’s jetzt was zum Hören. Ich habe einen kleinen Podcast gestartet – mit tierischen Sprechern, einem Igel und einem Rotkehlchen, die sich über meine Arbeit unterhalten und sie so vorstellen. In der nächsten Zeit nehmen sie sich dann immer mal meine Bücher vor und erzählen etwas darüber. Viele von euch fragen mich, was genau in welchem Buch steht und für wen welches passt. Der Podcast kann da künftig Orientierung geben – und unterhalten; und nebenbei natürlich auch noch Artenvielfalt vermitteln. Reinklicken könnt ihr unter www.krautundbuecher.de/podcast/
- Apropos Bücher: Wenn ihr eins meiner Bücher mit in den Urlaub nehmen wollt, bestellt es am besten mit etwas Vorlauf. Ich bin zwar nicht auf Weltreise, aber in den Sommermonaten immer wieder mal nicht am Schreibtisch. Mein Lagerhelfer auch, das Großlager ebenso – und DHL lässt sich manchmal auch ein bisschen Zeit. Es kann also sein, dass ein paar Tage dazwischen liegen. Alles ist wie immer im Shop erhältlich.
- Und für die Zeit nach den Sommerferien: Ich bin bis September ausgebucht, aber für später nehme ich sehr gerne neue Termine an. Oft werde ich gefragt: „Können wir dich buchen, kommst du auch zu uns?“ Und die Antwort ist: Ja, sehr gern! Ob Vortrag, Workshop, Lesung, Interview, Projekttag oder Podiumsdiskussion – ich komme online oder live, ins Tagungshaus oder den Buchladen, auf den Friedhof oder in den Garten, zur VHS oder zur Firmenfeier. Ihr habt eine Idee, einen Verein, eine Location? Dann meldet euch bei mir unter redaktion@krautundbuecher.de – wir schauen gemeinsam, was möglich ist. Und wenn ihr selbst nicht organisieren könnt: Leitet diesen Hinweis gern an eure Bücherei, Volkshochschule, Tagungshaus, Familienbildungsstätte, Partei oder Lieblingsinitiative weiter. Noch ein kleiner Hinweis: Artenvielfalt ist meine Leidenschaft – und mein Beruf. Ich arbeite freiberuflich, mit ganzem Herzen und vollem Einsatz. Und solange es kein bedingungsloses Grundeinkommen gibt, muss ich euch für meine Arbeit leider Geld abknöpfen. Aber auch dafür finden wir fast immer eine Lösung. Wie zum Beispiel bei den Klimapaten Schwülper, wo ich vor einigen Wochen zu Gast war. Die haben meinen Vortrag nicht nur aufgezeichnet, sondern einen richtig tollen Film daraus gemacht.
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Und zum Schluss: Mal was anderes als Kuchen backen: Samenplätzchen backen.
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