Mit weniger Arbeit mehr Artenvielfalt - und dafür mit diesem Schild ausgezeichnet werden.
Wildnis im Garten
Artenreiche Wildnis, wie ich sie meine, funktioniert auch im Garten und sogar auf dem Balkon
Wildnis, die ich meine
Warum Wildnis soooo wichtig ist!
Ich bin Sigrid, Diplom-Geoökologin, Journalistin und ich arbeite seit mehr als 20 Jahren freiberuflich als Autorin und Referentin zu allen Themen rund um den Schutz unser Artenvielfalt im Alltag und wie wichtig Wildnis dafür ist, auch im ganz Kleinen.
Darüber schreibe ich Bücher, halte Lesungen und Vorträge, gebe Workshops und Seminare und poste jeden Tag ein bisschen Wildnis auf Instagram unter @kraut_und_buecher. Daher kenn ihr mich vielleicht auch.
Den Namen „KrautundBücher“ habe ich ausgesucht, weil er gut beschreibt, wer ich bin und was ich arbeite. Kraut steht für die Artenvielfalt, Bücher steht für meine Produkte. Zusammen klingt es so richtig schön nach Wildnis. So, wie es in meiner Arbeit eben auch ist. Ich habe ja nicht nur Bücher im Angebot, sondern auch Nistkästen, EBooklets, Online-Vorträge, und ganz neu: die Zertifzierung von Wildnis-Gärten.
Wildnis in meinem Sinne heißt nicht, dass ein Garten ein Brombeerdschungel ist oder es keine Tomaten zu ernten gibt. Sondern, dass ein Garten in Teilen sich selbst überlassen bleibt. Zum Beispiel mit einer „vergessenen Ecke“ hinterm Kompost oder einer Palettensofa-Landschaft, unter der sich Laub und anderes sammelt und bleiben darf. Dass Fallobst liegen bleiben darf und das abgeblühte Staudenbeet stehen.
Weil in solcher „Wildnis“ ohne (ökologisch kurzsichtiges) menschliches Eingreifen Prozesse ablaufen können, die vielleicht gar niemand kennt, aber die seit ewigen Zeiten existieren und die immens wichtig sind.
Wildnis ist wunderschön. Tatsächlich gibt es Studien, die belegen, dass mehr Vögel in der Umgebung die Menschen zufriedener machen und zwar ähnlich stark wie eine Gehaltserhöhung. Bei der Zahl der Schmetterlingsarten ist es nicht anders. Oder bei Blumen. Andersherum ist eine schwindende Artenvielfalt schlecht für die Psyche.
Heißt: Wenn ihr euer grünes Wohnzimmer der Wildnis zur Verfügung stellt, erschafft ihr für euch selbst eine Oase für die Seele. Ihr lockt nicht nur die üblichen Gartenvögel an oder die Mauerbienen im Insektenhotel. Sondern Schmetterlinge, Distelfinken, Igel, Rosenkäfer, Heupferdchen oder Kreuzspinnendamen, Kamelhalsfliegen, Eichelbohrer, Grünspechte, Fledermäuse oder vielleicht sogar einen der sagenumwoben seltenen Bierschnegel. Mehr Vielfalt, mehr Lebensfreude.
Die Klimaveränderung ist Fakt. Niemand weiß, welche Arten sich gut an die neue Dynamik anpassen können; und welche nicht. Besser also, es bleiben möglichst viele erhalten. Egal ob sie uns gefallen, als Nützlinge oder als Schädlinge gelten, lecker schmecken, uns bei Gartenprojekten stören oder unseren Ordnungssinn.
Recht und Gesetz
Auch wenn der Garten unser Eigentum ist – machen, was wir wollen, dürfen wir trotzdem nicht, im Kleingarten noch weniger: Bäume, Sträucher oder Hecken einfach irgendwohin pflanzen zum Beispiel oder jederzeit entfernen, wenn sie uns nicht mehr gefallen. Wann im Jahreslauf Sträucher gerodet werden dürfen, wie weit weg von der Grundstücksgrenze Bäume gepflanzt oder wo die Mülltonnen abgestellt werden dürfen, ist hierzulande genau festgelegt. Jedes Land hat allerdings unterschiedliche Regeln. In vielen Kommunen gibt es zusätzliche Bestimmungen, zum Beispiel, wenn es eine Gestaltungssatzung gibt, mit der ein bestimmtes Ortsbild erhalten werden soll, die dann vielleicht keine hohen Hecken oder keinen Beton und Schotter im Vorgarten erlaubt. Bevor ihr mit dem Pflanzen, Bauen oder Buddeln beginnt – oder sich mit der Nachbarschaft anlegt – erkundigt euch am besten direkt bei der Gemeinde. Außerdem solltet ihr natürlich – wenn der Garten nicht euer Eigentum ist – größere Projekte mit den Besitzern besprechen. Für kleinere Dinge wie die Anlage einer Wildblumenwiese, dort wo früher der englische Rasen war, oder das Beranken eines Zauns, braucht es keine Erlaubnis. Auch wenn sich die Nachbarschaft wegen hinüberkriechender Raupen, wildem Aussehen oder herangewehter Samen beschwert oder sogar klagt, dann urteilen Gerichte oft, dass es hinzunehmen ist. Wie spielende Kinder.
Was hat es mit dem Schild auf sich?
Meine eigenen Gärten sind immer voller Wildnis und genau deshalb richtige kleine Artenreiche. Für meine Art des Gärtnerns wurde ich oft beschämt, beschimpft, abgemahnt. Das ist mittlerweile weitgehend vorbei. Leider nicht, weil es ein Umdenken gab: und nicht nur ich in all der herbstlichen „Unordnung“ Insektenkinder und Kröten, Igel, Spinnen vor meinem inneren Auge winterschlafen sehe. Zum Beispiel. Sondern weil ich als Expertin für Wildnisgärten und Buchautorin etwas gelte. Vielen anderen Wildnisgärtnernden passiert es aber nach wie vor. Dass auch hier die Scham die Seiten wechselt, das fände ich sehr schön.
Deshalb habe ich dieses „Ausgezeichnet für Wildnis“-Schild 2025 mit einem Crowdfunding und der Hilfe meiner Community „erschaffen“. Mit meiner Aktion möchte ich all die – ob geschmäht oder nicht – Wildnisgärten und -balkone auszeichnen. Als Anerkennung, als Trostpflaster, als Zeichen, dass Wildnis wichtig und richtig ist. Damit sich Sehgewohnheiten ändern, damit sich ändert, „was sich gehört“. Wildnis ist in Ordnung.
Wie könnt ihr das ein Schild bekommen?
Einfach kaufen könnt ihr meine Schilder nicht. Warum nicht? Es kommt vor, dass Menschen meinen, ein bisschen Totholz um den Komposthaufen und ein Wildbienenhotel würde ihren Garten zum Wildnis-Garten machen. Aber das ist keine WIldnis in meinem Sinne. Ein bisschen mehr darfs schon sein. Und ich möchte, dass „meine“ Wildnis nur drauf steht, wo auch echte Wildnis drin ist.
Was ihr dafür tun müsst, um eines zu bekommen?
Keine Sorge: Ich komme nicht persönlich vorbei, ich bin keine Wildnis-Polizei. Aber ich wünsche mir eine ehrliche Selbsteinschätzung, ein paar Gedanken, ein paar Fotos. Es reichen kleine Maßnahmen – mit großer Wirkung. Ein bisschen Mut, Konventionen zu hinterfragen und vielleicht andere damit anzustecken.
Dafür habe ich ein kleines Workbook produziert, voller Informationen und mit einem Fragebogen.
Außerdem wünsche ich mir einige Fotos. So dass ich euren Garten, euren Balkon ein bisschen genauer kennenlernen kann.
Neu: Wildnis-Zertifizierung als Geschenk
Ihr könnt die Teilnahme an meiner Wildnis-Zertifizierung jetzt ganz einfach verschenken.
Dafür gibt es einen digitalen Geschenkgutschein, den ihr sofort nach dem Kauf erhaltet – einmal als PDF zum Ausdrucken (Geschenkgutschein Wildnis-Schild) und einmal als interaktives PDF zum elektronischen Ausfüllen (Geschenkgutschein Wildnis-Schild Interaktiv) und gleich weiter versenden, per Mail oder Messenger.
Die beschenkte Person kann damit ihre Zertifizierung jederzeit starten.
Alle Infos findet ihr im Shop beim Geschenk-Gutschein.
Wenn ihr Werbung machen wollt für die Aktion, vielleicht mit einem Aushang im Kleingartenvereins-Schaukasten oder um einen Flyer in der Nachbarschaft zu verteilen: Ich habe ein DIN A4 Plakat designt, das ihr euch hier als PDF herunterladen könnt:
Zum Verschicken, Ausdrucken, Verteilen. Danke – ich freu mich.
So ist der Ablauf ganz konkret:
- Wenn ihr mitmachen wollt, geht über diesen Link in meinen kleinen Onlineshop.
- Dort legt ihr euch das Zertifizierungspaket in den Warenkorb. Enthalten sind der Fragebogen mit Inspirationen, Vision Board, Fotoanleitung und allen Infos; plus die Option, ein Schild zu bekommen.
- Nach dem Bezahlen erscheint direkt der Downloadlink. Sollte das nicht klappen, schreibt mir bitte eine Mail an redaktion@krautundbuecher.de. Ich schicke euch das Paket dann persönlich zu.
- Nehmt euch Zeit, füllt das Workbook in Ruhe aus und schickt es mir per Mail (als PDF) oder per Post (als Kopie). Die Adresse steht natürlich drin.
- Ich werte dann alles aus – ganz ohne strenge Bewertung.
- Wenn euer Garten oder Balkon ausreichend wild ist, bekommt ihr das Wildnisschild per Post.
Unsicher, ob eure Wildnis schon wild genug ist? Dann füllt diesen kurzen Fragebogen aus und macht für euch den Wildnis-Check.
FAQ – Alles, was sonst noch wichtig sein könnte
Wie lange habt ihr Zeit, den Fragebogen auszufüllen?
So viel ihr möchtet. Wildnis hat keine Deadline.
Was kostet das Ganze?
Das Zertifizierungspaket inklusive Schild kostet Euro (inkl. Versand innerhalb Deutschlands).
Könnt ihr mehrere Schilder bestellen?
Ja – bis zu 5 weitere für je 10 Euro pro Stück. Einfach im Formular ankreuzen oder dazuschreiben.
Was ist, wenn der Garten noch nicht „wild genug“ ist?
Dann bekommt ihr eine ehrliche Rückmeldung und Tipps. Ihr könnt später noch einmal mit neuen Fotos und Antworten teilnehmen – ohne noch mal zu bezahlen.
Werden die Ergebnisse veröffentlicht?
Ich fände es schön, hier auf dieser Seite gute Beispiele zu zeigen. Aber: Nur wenn ihr das möchtet. Es gibt im Workbook ein Feld zum Ankreuzen. Wenn ihr nichts ankreuzt, bleibt alles unter uns.
Müsst ihr Fotos von euch schicken?
Nein. Nur vom Garten oder Balkon. Ihr dürft mit drauf sein – müsst aber nicht.
Was passiert mit unseren Daten?
Die bleiben bei mir. Ich verschicke keine Werbung, gebe nichts weiter und nutze eure Mailadresse nur für Rückfragen oder das Ergebnis.
Können wir auch mit einem Balkon teilnehmen? Oder einem Hinterhof, einer Grabstelle?
Unbedingt! Jeder kleine Fleck zählt, jeder Fleck kann Wildnis sein. Egal, ob Friedhof oder nur die Fensterbank, Baumscheibe, Gemeinschaftsgarten. All das kann auch tolle Wildnis sein. Also her damit.
Was, wenn ihr in einem Kleingarten mit Regeln gärtnert? Da darf man ja oft nicht so wie man will?
Das ist kein Problem. Es geht darum, im Rahmen eurer Möglichkeiten Wildnis zuzulassen. Auch eine kleine wilde Ecke zählt.
Kommt jemand vorbei zur Kontrolle?
Nein. Das schaffe ich zeitlich und finanziell leider nicht. Ich verlasse mich auf eure ehrliche Selbsteinschätzung und die Bilder, die ihr mitschickt.
Könnt ihr das Paket auch verschenken?
Ja – schreibt mir einfach kurz, dann bekommt ihr einen Gutscheincode zum Verschenken.
Der Download hat nicht funktioniert – was jetzt?
Schreibt mir eine Mail an redaktion@krautundbuecher.de – ich kümmere mich dann darum.
"Bin ich wild genug?" Oder: Was heißt Wildnis im Garten eigentlich genau?
Wenn ihr euch jetzt denkt, „so ein Schild wäre toll. Aber ob mein Garten wild genug ist?“ Oder: „Dafür müsste mein Garten sicherlich ein bisschen wilder werden…“
Dann macht den Wildnis-Check: Es dauert nur ein paar Minuten und ein paar Hände voll Fragen und Antworten zum Ankreuzen. Danach seht ihr ganz klar, wie wild euer Garten ist; und ob die Wildnis wild genug ist für das Zertifizierungsverfahren.
Die Checkliste ist wirklich kurz und praktisch gehalten, es dauert nur ein paar Minuten. Als kleines Dankeschön gibt es darin auch noch einen 7-Euro-Gutschein, den ihr euch auf die Zertifizierung anrechnen lassen könnt.
Oder: schaut euch gerne erst mal um in meinem Artenreich. Je mehr ihr wisst, desto besser könnt ihr erkennen, was vielleicht schon da ist an Wildnis; oder schnell zu welcher werden kann.
Auf Instagram: Unter @kraut_und_buecher poste ich regelmäßig Bilder, Ideen, Mini-Tipps, Denkanstöße und persönliche Geschichten rund um wilde Gärten, naturnahe Balkone und Tiere, die mit uns leben wollen. Schaut vorbei, folgt oder abonniert meinen Account und lasst euch inspirieren für #WenigerArbeitMehrArtenreich
Meine Website: hier auf www.krautundbuecher.de findet ihr zum Beispiel im Blog ausführliche Beiträge zu Themen wie Brennnesseln, Igel, Ratten (ja, auch das), Wildblumen oder wilder Grabgestaltung.
In meinen Büchern: Jeder Titel hat seinen Schwerpunkt, aber um Artenvielfalt und Wildnis geht es immer.

Selbst ist die Pflanze: Einfach gärtnern – wie Samen sich verbreiten und den Garten gestalten: Zeigt, wie Pflanzen sich selbst ausbreiten, behaupten, vermehren, mit Tieren kooperieren. Und warum wir ihnen dabei nicht dauernd „helfen“ müssen. Und es auch nicht sollten.
Mein Garten – mehr Arten: 12 Projekte für blütenreiches Grün einfach, tierfreundlich, klimafest: Ein praktisches Projekt-Buch für sofort mehr Artenvielfalt und Klimafestigkeit im Garten und am Balkon. Mit vielen Wildnis-Tipps, Artenporträts und einfachen Maßnahmen, die den Garten wilder machen – ohne dass er wild aussieht.
Friede den Maulwürfen!: Bösewichte und Plagen im Garten – und wie wir mit ihnen klarkommen: Unterhaltsam, mit viel Input. Hier sprechen die Tiere und Pflanzen selbst und räumenauf mit typischen Garten-Mythen – und erklären, warum viele „Problem“-Tiere und -Pflanzen im Garten funktionierende Wildnis sind.
Haufenweise Lebensräume: Ein Lob der Unordnung im Garten: Was viele als „Unordnung“ sehen, ist in Wahrheit für viele Arten ihr Universum. Mit ganz verschiedenen Laub-, Ast-, Stein- und Totholzhaufen – wild oder „schick“ – können wir unseren Garten zu so einem Universum werden lassen. Und nie wieder Stress damit haben, Garten-„Abfälle“ loswerden zu müssen.
Nahrungsnetze für Artenvielfalt: Ein Buch vom Fressen und Gefressenwerden: Dieses Buch zeigt die Zusammenhänge hinter den Kulissen: Wer frisst wen? Wer wohnt wie, wie kooperieren die Tiere und wie hängt alles mit allem zusammen? Einmal quer durch den Garten, mit vielen Tipps für mehr Wildnis.
Alle Bücher gibts überall, wo es Bücher gibt. Oder direkt in meinem kleinen Online-Shop. Dann schreibe ich euch auch gerne eine Widmung rein.
Hier: Ich werde diese Seite Stück für Stück ergänzen – mit Informationen, Erfolgsgeschichten und Tipps für Wildnisprojekte. Wiederkommen lohnt sich also!

